Klimakonferenz großer Erfolg: Delegierte setzen Zeichen für CO2-Freiheit

Bei der 15. UN-Klimakonferenz zeichnet sich ein unerwartet deutlicher Verhandlungserfolg ab. Während viele Staaten bislang das Festschreiben von konkreten Zielen im Folgeabkommen zum Kyoto-Protokoll vermeiden wollten, scheint nun doch eine Einigung möglich.

Erreicht wurde diese positive Wendung erst nach massiven Protesten von Schwellen- und Entwicklungsländern, die die Konferenz sogar zeitweise verließen, um damit für Gleichberechtigung beim CO2-Ausstoß zu protestieren. Es sieht nun so aus, als wollten die großen Industriestaaten dieser Forderung zustimmen und das Ziel der CO2-Freiheit als Konferenzergebnis beschließen.

Einigung auf CO2-Freiheit in Kopenhagen möglich

Nach Angaben von Konferenzbeobachtern scheint inzwischen bei fast allen teilnehmenden Staaten Übereinstimmung bezüglich des Ziels des Klimagipfels zu herrschen: Angestrebt wird die vertragliche Zusicherung von absoluter CO2-Freiheit. „Das Ziel der völligen Freiheit sollte sowohl von Industrie- als auch Schwellenländern akzeptiert werden“, berichtet Prof. Dr. Hans Kohle vom Deutschen Bund für CO2-Freiheit als kritischer Beobachter der Konferenz. „Nur durch wahre CO2-Freiheit können die Schwellenländer bei der Emission von Treibhausgasen aufholen und gleichzeitig die Industrieländer ihre Spitzenstellung behaupten.“

Unter der sogenannten wahren CO2-Freiheit verstehen Experten die persönliche Freiheit eines jeden einzelnen Menschen, beliebig viele Treibhausgase zu emittieren. Derzeit liegt der Pro-Kopf-Ausstoß für CO2 in den Entwicklungs- und Schwellenländern noch deutlich unter den Kohlendioxid-Emissionen der industrialisierten Staaten.

„Damit die Klima-Gerechtigkeit möglichst rasch verwirklicht wird, sollten die Industriestaaten den Entwicklungsländern technische Hilfe beim Aufbau der notwendigen Infrastruktur liefern und vermehrt besonders stark emittierende Industriezweige in diese Länder verlagern“ erklärt Kohle die Möglichkeiten der internationalen Zusammenarbeit und beschreibt die Vorteile einer solchen Lösung: „Dadurch können die Industrieländer weiter von der Globalisierung profitieren und die Schwellen- und Entwicklungsländer enger in die internationale Gemeinschaft eingebunden werden.“ Bei den Experten herrscht Übereinstimmung bezüglich der Notwendigkeit, Emissionen in strukturell schwächer entwickelten, landwirtschaftlich geprägten Regionen zu erhöhen, um den Klimawandel tatsächlich möglich zu machen. „Wenn wir die jährlichen CO2-Emissionen jetzt drastisch senken, findet der Klimawandel möglicherweise nicht statt und die jahrzehntelange Vorarbeit war vergebens!“ mahnt Kohle die Delegierten der Klimakonferenz eindringlich.

Klimabewusstsein der Bürger steigt

Inzwischen wächst auch in der deutschen Bevölkerung die Sorge um das Klima. Einer Umfrage des ZDF Politbarometers zufolge betrachten bereits 78 Prozent der Bundesbürger den Klimawandel als sehr großes oder großes Problem. Um den nachhaltigen Wandel der Gesellschaft voranzutreiben und der wachsenden Klima-Sensibilität der Menschen Rechnung zu tragen, fordert der Deutsche Bund für CO2-Freiheit in seinem „Manifest für CO2-Freiheit“ die Aufnahme von CO2-Freiheit in das Grundgesetz. Zudem hat der Bund am vergangenen Wochenende eine Internetplattform gestartet, auf der alle Verbraucher über den Weg in die CO2-freie Gesellschaft diskutieren können. „Durch den Austausch mit anderen aufgeklärten Konsumenten fühlen sich die Bürger in ihrem persönlichen Umwelt-Engagement unterstützt“, erklärt Projektleiter Dipl.-Ing. Stefan Verschwender nicht ohne Stolz.

Weitere Informationen: www.CO2-Freiheit.de



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