Öko-Innovationen: EFA-Kongress in Schwerte
Während auf der UN-Klimakonferenz in Kopenhagen zeitgleich die Rettung des Klimas im Mittelpunkt stand, ging es auf dem 5. Kongress der Effizienz-Agentur NRW um Öko-Innovationen, also um die Maßnahmen und Technologien, die zu weniger Material- und Energieverbrauch in Produktionsprozessen und letztendlich zur Entlastung der Umwelt und zum Schutz des Klimas führen.
NRW-Umweltminister Uhlenberg forderte in seiner Rede, die Entkopplung von Wirtschaftswachstum und Ressourcenverbrauch weiter voran zu bringen. Öko-Innovationen müssten schneller in die praktische Anwendung gebracht werden. Unternehmen könnten dafür auf die Unterstützung der vom NRW-Umweltministerium gegründeten Effizienz-Agentur NRW zurückgreifen.
100 Milliarden Euro sparen
"Wir leben über unsere Verhältnisse", lautete ebenfalls die klare Botschaft von Dr. Mathis Wackernagel, dem Entwickler der Berechnungsmethode zum „Ökologischen Fußabdruck“. Laut den weltweit erhobenen Daten des Global Footprint Network braucht es schon heute ein Jahr und vier Monate, um das zu regenerieren, was die Menschen innerhalb eines Jahres verbrauchen und als Abfall ausstoßen. Die Menschheit verbraucht also im Schnitt 1,3 Planeten pro Jahr.
Die Potenziale, effizienter zu wirtschaften und so Rohstoffe einzusparen, sind vorhanden: Auf rund 100 Milliarden Euro schätzt das Bundeswirtschaftsministerium den jährlichen Spareffekt durch verbesserte Ressourceneffizienz in der Bundesrepublik ein.
Experten aus Politik, Wirtschaft und Forschung informierten in Schwerte über innovative Technologien, Produktionsansätze sowie erfolgreiche Vernetzungsstrategien im Bereich der Ressourceneffizienz, die helfen, die Einsparpotenziale auszuschöpfen. TV-Wetterexperte Sven Plöger führte als Moderator durch den Kongress.
Weitere Informationen: www.efanrw.de
Foto: Effizienz-Agentur NRW
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