Rügen und Hiddensee wollen bis 2050 klimaneutral werden

Die Städte und Gemeinden der beiden Ostsee-Inseln verpflichten sich gemeinsam zu Projekten zur Energieeinsparung, zur Senkung des Ausstoßes des Klimagases Kohlendioxid sowie zur stärkeren Nutzung erneuerbarer Energieträger. Nach einer kürzlich vorgestellten Berechnung könnten auf Rügen schon bis 2020 etwa 30 Prozent des aktuellen Primärenergieverbrauchs eingespart werden. Als eine der ersten Regionen in Deutschland streben beide Inseln bis zum Jahre 2050 eine komplett klimaneutrale Energiebilanz an.

Dafür werde voraussichtlich noch in diesem Jahr mit allen Inselkommunen eine Zielvereinbarung zum «Null-Emissions-Kreis» unterzeichnet, kündigte Landrätin Kerstin Kassner. Rügen solle auf diese Weise Deutschlands Modellregion für Energieeffizienz werden. In Kombination mit neuen regenerativen Energieprojekten ließe sich der CO2-Ausstoß bis 2020 bereits um 40 Prozent senken. Ein Schwerpunkt solle die Umsetzung von Bioenergie-Projekten sein.

Ziel eines «Null-Emissions-Landkreises» ist es, dass in der Region rein rechnerisch kein klimaschädigendes Kohlendioxid mehr ausgestoßen wird. Dafür soll der Anteil regenerativer, also CO2-freier Energieträger so weit ausgebaut werden, dass er die Nutzung von Primärenergieträgern möglichst übersteigt.

Damit bietet die Region auch für green Meetings und Incentives vielversprechende Potentiale.

Quelle: ddp/som/iha

Foto: www.am-meer-ruegen.de



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