Priorität für die Umwelt - Eco Expo Asia – International Trade Fair on Environmental Protection

HKTDC

Einer jüngst veröffentlichten Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) zufolge werden allein im Jahr 2010 rund 600 Milliarden USD weltweit in Umweltschutzprodukte und -serviceleistungen investiert werden. Tendenz: steigend.

Gerade in asiatischen Ländern wächst der Bedarf an umweltfreundlichen Produktionstechnologien und nachhaltigen Produkten schnell und kontinuierlich. Das Hong Kong Trade Development Council (HKTDC) hat dieses Thema bereits vor Jahren aufgegriffen und gemeinsam mit der Messe Frankfurt (HK) Ltd. die Umweltmesse Eco Expo Asia – International Trade Fair on Environmental Protection initiiert. Die vierte Auflage wird vom 28. bis zum 31. Oktober 2009 in der AsiaWorld-Expo (AWE), den direkt am Hongkonger Flughafen gelegenen Messehallen, stattfinden. Am letzten Tag werden die Messehallen dann auch für private Besucher geöffnet sein. Zeitgleich tagt dort die Eco Asia Conference 2009. Sie ist, wie sich in den vergangenen Jahren gezeigt hat, die optimale Ergänzung der Fachmesse.

Renommierte Experten aus Politik, Wirtschaft und Forschung werden im Rahmen der dreitägigen Konferenz über aktuelle Umweltthemen referieren. Der erste Tag widmet sich den Aspekten der umweltfreundlichen Produktion, am zweiten Tag laden die Organisatoren zu einem chinesisch-französischen Seminar über Gebäude-Energieeffizienz, am letzten Tag dreht sich alles um umweltschonende Transporte und Bauweisen. Zu den Referenten der letzten Konferenz gehörten Dr. Annette Ochs vom Bundesverband der Deutschen Entsorgungswirtschaft sowie Prof. Martin Mittelbach von der Universität Graz.

2008 präsentierten 123 Aussteller aus 15 Ländern und Regionen den über 6.000 internationalen Messebesuchern ihre Produkte und Verfahren. Mit Doppstadt Calbe und der Backhus Eco Engineers GmbH waren auch zwei deutsche Firmen vor Ort. Zahlreiche Fachbesucher, darunter viele deutsche Interessenten. schlossen sich einer der 27 Einkaufsdelegationen an.

Europäische Beteiligung in Hongkong

„Die Eco Expo Asia war die erste Messe im Bereich Umweltschutz in Hongkong und bietet Unternehmen jeder Größenordnung eine ideale Plattform, auf der sie ihre umwelttechnischen Produkte und Dienstleistungen präsentieren können“, betont Jutta Seliger, Leitung German Pavilions und Independent Brands, Messe Frankfurt, die Vorzüge des internationalen Branchentreffs. „Außerdem öffnet die Veranstaltung Türen zu den regionalen Behörden: ein entscheidender Erfolgsfaktor, wenn man in Hongkong und China Geschäfte machen will. Gerade in der Volksrepublik China ist der Bedarf an Umwelttechnik groß. Die fortschreitende Industrialisierung und das hohe Verkehrsaufkommen, besonders in den boomenden Küstenregionen, erfordern Lösungen. Seit 2001 investiert die chinesische Regierung große Summen, vor allem auch in die Forschung, und stellt sich der dringend notwendigen Umweltschutzverbesserung. Deutsche Firmen, die ihre Produkte und/oder Dienstleistungen in Hongkong einem interessierten und kompetenten Messepublikum vorstellen möchten, erhalten im Rahmen des European Pavilion, einem neuen Angebot der Messe Frankfurt, organisatorische Unterstützung sowie zusätzliche Service- und Marketingvorteile.“

Zielgruppe der Fachmesse und der Konferenz sind zum einen Entscheidungsträger aus Politik, Wirtschaft und Nichtregierungsorganisationen, zum anderen Ingenieure, Hersteller, Designer und Händler aus der der Branche. Das auf der Eco Expo Asia gebotene Sortiment reicht von kompletten Anlagen und Systemen über einzelne Produkte und Dienstleistungen für Unternehmen, die ihre Waren umweltfreundlicher produzieren und/oder gestalten wollen, bis hin zu umweltfreundlichen Produkten und Services für Endverbraucher – also von Abwasserreinigungsanlagen über umweltfreundliche Baumaterialien und Verpackungen bis hin zu leicht abbaubaren Reinigungsmitteln.

Emissions-Programm für Hongkong

Elektrofahrzeuge, erneuerbare Energien und Ausbau der Solartechnologie sind zunehmend wichtige Themen in Hongkong. Neben Japan setzt sich Hongkong als erste Region in Asien für eine rasche Verbreitung emissionsfreier Elektrofahrzeuge ein. „Abgasfreie Elektroautos werden die Qualität unserer Stadtluft verbessern", sagte Hongkongs Umweltminister Edward Yau bei der Unterzeichnung einer Kooperation mit Automobilunternehmen im Frühjahr, die die Entwicklung der Null-Emissions-Mobilität in Hongkong vorantreiben soll. Im März 2009 wurde ein Forschungszentrum für Solarenergie im Hongkonger Wirtschaftspark (HKSTP) eröffnet – als Teil einer Kooperation zwischen Hongkong und der Verwaltung von Shenzhen. Immer häufiger schließen sich im Perlfluss-Delta ansässige Hongkonger Unternehmen mit chinesischen Partnern zusammen, um sich über umweltfreundliche Technologien auszutauschen. Hongkong und China verfolgen gemeinsam das Ziel, die Lebensqualität im Perlfluss-Delta nachhaltig zu verbessern. Allein 2008 beteiligten sich über 200 Firmen an Regierungsprojekten, um Produktion und Beschaffungsketten umweltfreundlicher zu gestalten und damit auch Kosten zu sparen sowie wettbewerbsfähiger zu werden.

Foto: HKTDC



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