CSR wird in Entwicklungsländern zum Thema

Ausbildungszentrum der Samuel-Stiftung in Managua, Nicaragua

Corporate Social Responsibility wird auch in Entwicklungsländern mehr und mehr zum Thema. So zum Beispiel in Nicaragua. Der nationale Verband UNIRSE kämpft für die Durchdringung der Idee in Wirtschaft und Gesellschaft.

Die örtlichen Ausbilder der deutschen Samuel-Stiftung wurden jetzt geschult, um als Multiplikatoren den CSR-Gedanken ihren Berufsschülern zu vermitteln. Finanziert wurde der dreitägige Workshop von der niederländischen Botschaft in Nicaragua.
Gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen, Ressourcenschonung und Verhaltenskodices im Job waren nur einige der Themen des Workshops, die CSR-Expertin Ilse Solorzano den 23 Teilnehmern in den Räumen der Samuel-Stiftung in Managua näherbrachte. Die Fortbildung war ein Service des nicaraguanischen Verbandes UNIRSE und richtete sich exklusiv an Mitarbeiterinnen, Mitarbeiter und ausgewählte Auszubildende der Samuel-Stiftung. Der dreitägige Fortbildung soll die Ausbilderinnen und Ausbilder der Samuel-Stiftung in die Lage versetzt, das CSR-Konzept an die Auszubildenden weiterzugeben.

Mit CSR gesellschaftliche und ökologische Probleme angehen

„Arbeitsschutz- und Sozialstandards sind in Nicaragua noch sehr unterentwickelt. Gleichzeitig muss mit immer knapper werdenden Ressourcen immer mehr produziert werden. CSR ist ein moderner Ansatz zur Lösung der gesellschaftlichen und ökologischen Probleme, die daraus resultieren“, sagt Stiftungslandesleiter Noel Robleto. „Wenn es uns gelingt, unseren Auszubildenden diesen Gedanken mitzugeben, erfüllen wir eine wichtige Multiplikatorenrolle. Immerhin entsenden wir jedes Jahr circa 125 Absolventen in die unterschiedlichsten Unternehmen und Wirtschaftsbereiche des Landes.“

CSR in den Köpfen verankern

Eben dieses Ziel, nämlich den Gedanken des CSR in der nicaraguanischen Wirtschaft und Gesellschaft zu verankern, verfolgt auch UNIRSE, der Verband für Corporate Social Responsibility in Nicaragua. Gegründet 2005 von dem heutigen Geschäftsführer Dr. Matthias Dietrich, einem Deutschen, gehören dem Verband zahlreiche Unternehmen des Landes an, darunter große Namen wie Banco Lafise, BAC und TACA. Wohlweislich weist UNIRSE darauf hin, dass es dabei nicht nur um Ressourcenschonung und karitative Aktivitäten von Unternehmen geht, sondern CSR den Unternehmen bares Geld spart und den Unternehmenserfolg steigern kann.
Um diesen Ansatz zu verbreiten, organisiert UNIRSE Kongresse und bietet eben solche Workshops an, wie sie jetzt auch in der Samuel-Stiftung stattgefunden haben. Die Kosten für diesen Workshop hatte die holländische Botschaft in Nicaragua übernommen.

Weitere Informationen: www.samuel.de/german/deutsch/index.php
Foto: Ausbildungszentrum der Samuel-Stiftung in Managua, Nicaragua



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