Hawaiis Ursprünglichkeit erleben

Rene Johansen

Es gibt Reiseziele, die scheinbar keiner Erläuterung bedürfen. Sie machen Urlaub auf Hawaii? Der Name allein zündet ein Feuerwerk an Assoziationen. Neben dem touristischen Hawaii gibt es aber noch viel mehr zu entdecken.

Wer nur Entspannung und einen Badeurlaub braucht, ist am Mittelmeer besser aufgehoben. Der Flug von Europa nach Honolulu dauert mindestens 17 Stunden und die Lebenshaltungskosten im 50. Bundesstaat der USA sind im Landesvergleich ganz oben angesiedelt.
Der Reisende sollte daher echtes Interesse an Hawaii, an der einmaligen Natur und der Kultur des Archipels mitbringen; nur dann lohnt sich der weite Weg.
Es sollte nicht überraschen, dass der Besucher in Hawaii eine gut geölte Tourismusindustrie vorfindet. Die Initiatoren wissen um die Magie des Namens „Hawaii“ und servieren den überwiegend amerikanischen und asiatischen Touristen maßgeschneiderte Produkte, die deren Klischee vom Inselparadies bewundernswert angepasst sind.
„Was den Touristen begeistern mag, muss dem Bildungsreisenden nicht genügen“, gibt Johansen zu bedenken, Inhaber der Firma Johansens Reisestudien in Baden-Baden. „Erwartung und Anspruch sind kritische Punkte, wenn es ums Reisen geht. Mit unseren Angeboten bedienen wir ein Klientel, das authentische Erfahrungen sammeln möchte.“ Johansens Reisestudien veranstaltet individuell gehaltene Bildungsreisen, seit 1998 auch nach Hawaii.
Für Johansen ist das ein Heimspiel. 10 Jahre hat der Reiseunternehmer auf Hawaii gelebt, hat alle bewohnten Inseln des Archipels mehrfach besucht und das, wie er betont, nicht als Tourist, sondern wie „ein ganz normaler Einheimischer“.

In kleinen Gruppen das wahre Hawaii erleben

Wie aber macht man einer Reisegruppe ein möglichst authentisches Hawaii erfahrbar? „Das geht nur in wirklich kleinen Gruppen“ erläutert Johansen. „Wir machen das ganze Spektrum erlebbar – Natur, Kultur und Alltag auf Hawaii.“ Johansen spricht von schwarzen Stränden, aktiven Vulkanen, hawaiianischen Tempeln, von betörend duftenden Ingwerblüten und der belebenden Wirkung von Kokosnusswasser. Und was heißt in diesem Zusammenhang, den Alltag erlebbar zu machen?
„Wir bringen unsere Gäste in Kontakt mit Einheimischen, lassen sie am normalen täglichen Leben in Hawaii teilhaben. Die Anthropologin Tricia Allen wird uns die Entwicklung des polynesischen Tattoos erläutern. In der Zwischenzeit fangen hawaiianische Freunde Fische, wir essen gemeinsam mit der 8-köpfigen Familie und wenn Ikaika Lust hat, spielt er die Ukulele, und Kukui tanzt dazu einen wahrhaft betörenden Hula.“
Klingt das nicht auch etwas klischeehaft? Johansen lacht. „Natürlich, das kristallklare Meer, die weiten Strände, die Regenwälder, die Vulkane - das ist alles vorhanden und wirklich fantastisch, aber was schlussendlich zählt, was später, nach der Reise, wirklich in der Erinnerung bleibt, das sind diese authentischen Momente. Der Geruch von frischem gegrillten Fisch, von neu gewonnenen Freunden zubereitet, der Klang der Ukulele, der spontane Tanz. Die echte, ungetrübte persönliche Erfahrung eben. Ein touristisches Lu’au kann da nicht mithalten und auch keine noch so durchgestylte Hula-Show.“

Weitere Informationen: www.reisestudien.de
Foto: Rene Johansen



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