Tut dem Klima gut - Startschuss für Klimaschutzprojekt auf dem Kirchentag
Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit sowie der Deutschen Bundesstiftung Umwelt.
„Der Klimaschutz braucht keine langwierigen Diskussionen, sondern tatkräftiges Engagement. Damit hat der Kirchentag viel Erfahrung“, betont Kirchentags-Geschäftsführer Bernd Baucks. Ein zentrales Ziel des Projekts sei es, möglichst viele Menschen zum Mitmachen zu bewegen. Zugleich mache „Tut dem Klima gut“ deutlich, was Jeder und Jede einzelne für den Klimaschutz tun kann. „Viele Menschen glauben immer noch, dass ihr persönliches Handeln nichts am Klimawandel ändert. Mit ‚Tut dem Klima gut‘ zeigen wir, dass es im Alltag viele, teils überraschende Möglichkeiten gibt, klimafreundlich zu handeln“, so Dr. Cornelis Rasmussen, Geschäftsführer der Bremer Energie-Konsens.
Das Projekt besteht aus mehreren Bausteinen. Mit dem CO2-Sparer gibt es einen Ratgeber mit schnell umsetzbaren Tipps. Verteilt wird diese kostenlose Broschüre zum Beispiel in den Klimapavillions. Sie stehen während des Kirchentags an drei Stellen in der Stadt und verdeutlichen mit Exponaten, Bannern und Beratung, wie Klimaschützen in der Praxis funktionieren kann. „Im Gläsernen Restaurant auf der Bürgerweide zeigen wir, wie unterschiedlich die CO2-Emissionen von Obst und Gemüse sind. Hier kann jeder Besucher selbst feststellen, dass zwischen der Flugtomate und der Heimischen klimamäßig Welten liegen“, erklärt Dr. Jürgen Ritterhoff, Geschäftsführer der Bremer Umwelt-Beratung. Weitere Pavillions stehen in der Überseestadt am Schuppen 1 zum Thema Mobilität und in der Innenstadt an der Ecke Herdentor/Am Wall zum Thema Strom & Wärme.
themenspezifische Stadt-führungen
Ein anderes Angebot von „Tut dem Klima gut“ sind themenspezifische Stadt-führungen. „Die Teilnehmer werden zu Fuß oder mit dem Rad Bremen aus einer anderen Perspektive kennen lernen“, verspricht Klaus Prietzel, Vorsitzender des BUND Bremen. Geplant seien etwa Touren zu Solaranlagen und zum Weserwehr. Die Führung „Flutlinien – Bremens Klima, eine Stadt am Fluss in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft“ zeigt, wie sich klimatische Entwicklungen auf Bremen ausgewirkt haben und welche Rolle Hochwasserschutz heute in der Hansestadt spielt.
Das Thema Flutgrenze steht auch im Mittelpunkt der Aktion Land-Unter-Linie. Während des Kirchentags wird sich eine etwa elf Kilometer lange blaue Kreidelinie um Bremens Innenstadt ziehen. Sie symbolisiert die fiktive Küstenlinie Bremens, wenn der Klimawandel ungehindert fortschreiten würde. Stelen entlang der Linie informieren über Hintergründe und Handlungsmöglichkeiten. Am Freitag wird es auf einem Teilabschnitt der Linie Am Wall eine Menschenkette geben. Die Teilnehmer können dann mit einem Ballon ihre ganz persönliche Klimabotschaft vom Kirchentag in die Welt schicken. Angepeilt haben die Veranstalter eine Teilnehmerzahl von 2.000.
Der Kirchentag ist heute schon eine der umweltfreundlichsten Großveranstaltungen in Deutschland. Aber auch für Kirchentage gilt: der notwendige Energie-verbrauch verursacht klimaschädliche Treibhausgase, derzeit noch in einer Größenordnung von 6 000 Tonnen Kohlendioxid. Diese Klimalast wollen die Organisatoren mit Hilfe der Kirchentagsbesucher ausgleichen. Auf der Internetseite kann sich jeder seine persönliche CO2-Diät zusammen stellen und angeben, welche Maßnahmen er für den Klimaschutz umsetzt. Die entsprechenden Kilogramm werden von der Gesamtbelastung abgezogen.
Weitere Informationen: www.kirchentag.de/klimaschutz
Foto: Bremer Energie-Konsens
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