Lufthansa will CO2-Ausstoß deutlich senken
Das Engagement von Lufthansa für Klima, Umwelt und Gesellschaft wird umfassend im Nachhaltigkeitsbericht "Balance" dokumentiert. Der Bericht erscheint in diesen Tagen zum 14. Mal.
Die Leitsätze der Lufthansa orientieren sich an der sogenannten 4-Säulen-Strategie des Luftverkehrs, welche das gesamte Spektrum praktikabler Maßnahmen zum Klimaschutz im Luftverkehr umfasst. Dazu zählen neben den operativen Maßnahmen zum Klimaschutz durch die Airlines auch technische Fortschritte, ökonomische Instrumente wie beispielsweise der Emissionshandel sowie eine verbesserte Infrastruktur bei der Koordination am Boden und in der Luft.
Mit der 4-Säulen Strategie stehe der Branche ein wirksames und umfassendes Konzept zur Verminderung von Emissionen zur Verfügung, wobei die Verwirklichung eines einheitlichen europäischen Luftraums das größte europäische Klimaschutzprogramm bleibe, erklärte Wolfgang Mayrhuber, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Lufthansa AG.
Die wesentlichen Eckpunkte des "Strategischen Umweltprogramms" sind:
• Bis 2020 will Lufthansa gegenüber dem Jahr 2006 ihren CO2-Ausstoß pro geflogenem Kilometer um 25 Prozent senken und unterstützt damit das IATATreibstoffeffizienzziel ausdrücklich.
• Lufthansa unterstützt das ACARE-Ziel zur Reduktion der Stickoxidemissionen um 80 Prozent bis 2020 gegenüber dem Jahr 2000.
• Lufthansa unterstützt das ACARE-Ziel zur Reduktion der Stickoxidemissionen um 80 Prozent bis 2020 gegenüber dem Jahr 2000.
• Lufthansa wird bis 2020 herkömmlichem Kerosin einen Biokraftstoffanteil von 5 bis 10 Prozent beimischen.
• Lufthansa unterstützt ökologisch orientierte Anreizsysteme, die auf einer ökonomischen und aufkommensneutralen Basis beruhen, wie z.B. die emissionsabhängigen Flughafenentgelte, die seit Jahresbeginn an den Flughäfen Frankfurt und München eingeführt sind.
• Lufthansa wird sich auch weiterhin in den internationalen Gremien für einen praktikablen globalen Ansatz bei der Einbindung des Luftverkehrs in den Emissionshandel einsetzen.
• Lufthansa setzt ihre unterschiedlichen Lärmreduzierungsmaßnahmen fort und beteiligt sich an entsprechenden Forschungsprojekten für die Erreichung des ACARE-Zieles (Lärmreduzierung um 50 Prozent bis 2020).
Um die Umweltziele zu erreichen, solle unter anderem die Flugzeugflotte erneuert und die Infrastruktur verbessert werden, hieß es weiter. Wie viel die Fluggesellschaft dafür investieren muss, stand zunächst nicht fest. Ein Sprecher sagte jedoch, allein die Bestellung neuer Flugzeuge belaufe sich nach Listenpreisen auf 14 Milliarden Euro.
Mit dem Einsatz des ersten Großraumflugzeugs Airbus A380 rechnet das Unternehmen erst im Herbst 2009. Bisher hatte die Airline als Liefertermin Sommer 2009 genannt, dann aber keine Stellung mehr zum Zeitpunkt genommen, nachdem Airbus eine weitere Lieferverzögerung angekündigt hatte.
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