Ingenieure planen Floridas erste „grüne”, CO2-freie Stadt
Das teilte im April das Immobilienbüro Kitson and Partners aus Palm Beach Gardens (Florida) mit, das die Entwicklung des 69 Quadratkilometer großen Areals im Südwesten des Bundesstaates übernommen hat. Dem Unternehmen zufolge ist für die Solarkollektoren eine Fläche von mehr als 1,4 Quadratkilometern vorgesehen, die Bauarbeiten sollen Ende 2009 beginnen.
Da Babcock Ranch innerhalb eines 295 Quadratkilometer großen Naturschutzgebietes liegen wird, soll die Siedlung vollständig „begrünt“ werden. Vorgesehen sind unter anderem über 64 Kilometer Fuß- und Radwege, Grasdächer auf den Gebäuden, um Energieverluste zu reduzieren, Stromtankstellen für Elektroautos, ein nachhaltiges Wassermanagementsystem und energieeffiziente Straßenlampen. Um Energieverluste zu vermeiden, soll der mit dem Solarkraftwerk generierte Strom durch ein so genanntes Smart Grid, ein „intelligentes“ Netz, fließen.
Spätestens Mitte 2010 wollen die amerikanischen Planer die Grundsteine für die ersten Gebäude in Babcock Ranch legen. Insgesamt sollen in der Stadt Wohn-, Gewerbe- und Büroräume mit einer Fläche von rund 560.000 Quadratmetern entstehen, mehr als die Hälfte des Stadtgebietes soll als ständige Grünfläche ausgewiesen werden. Über die künftige Einwohnerzahl schweigt sich das Entwicklungsbüro aus. Kitson and Partners gehen aber davon aus, dass in den kommenden Jahren 20.000 neue Arbeitsplätze in der Stadt entstehen und hoffen, dass sich insbesondere Unternehmen aus der Umwelttechnologie- und Nachhaltigkeitsbranche ansiedeln.
Noch stehen wichtige behördliche Genehmigungen wie die Betriebserlaubnis für die Fotovoltaikanlage aus. Die zuständigen Stellen hätten jedoch schon Unterstützung signalisiert, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens. Der US-Ableger der internationalen Umweltstiftung WWF und die einflussreiche US-Umweltschutzorganisation Sierra Club unterstützen das Vorhaben ebenfalls. „Unser gemeinsamer Kampf gegen die Erderwärmung erfordert genau solche großkalibrigen Demonstrationsprojekte für ‚saubere‘ Technologien und nachhaltige Entwicklung“, sagt die Energieexpertin des Sierra Clubs, Kate Johnson.
Wreitere Informationen: www.nachhaltigkeitsrat.de
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